Minzblätter enthalten Menthol. Dieses ätherische Öl wirkt leicht betäubend.

Hausmittel gegen Kater


So wirst du ihn schneller los

Obwohl es kein Wundermittel gegen den Kater gibt, kann man mit einigen Hausmittel den Körper bei der Wiederherstellung des Normalzustandes helfen.

  • reichlich Wasser
  • Fruchtschorlen
  • Elektrolytlösungen
  • Kaffee
  • Pfefferminzöl
  • gesundes Frühstück
  • Aspirin (mit Einschränkungen)

Viel Flüssigkeit

Da dem Körper bei Alkoholkonsum viel Wasser entzogen wird, stellt die Rehydratation des Körpers die oberste Priorität bei einem Kater dar. Durch den großen Wasserverlust muss außerdem der Mangel an Elektrolyten im Blut behoben werden.

Obwohl viel Leitungswasser ein guter Anfang ist, sollten auch Stoffe wie Kochsalz (=Natriumchlorid), Kalium und Zucker zugeführt werden. Ein Glas Orangensaft oder Apfelschorle sowie ein paar Salzstangen sind da genau das Richtige.

Ein weiterer Mineralstoff, der bei Menschen die häufig Alkohol konsumieren oft zu kurz kommt, ist Magnesium. Nimm 400 mg vor dem Schlafengehen ein, um am nächsten Morgen weniger Kopfschmerzen zu haben.

Auch Elektrolytlösungen und isotone Sportdrinks eignen sich hervorragend, um sowohl den Wasser- als auch den Elektrolythaushalt wieder ins Gleichgewicht zu bekommen.

Kokoswasser ist ebenfalls perfekt für den Durst am nächsten Morgen. Es enthält reichlich Elektrolyte wie zum Beispiel Kalium.[↗]

Bei Übelkeit hat sich Ingwertee als wahrer Freund und Helfer herausgestellt. Du kannst ihn mit rohen Honig süßen. Neben den Problemen des Verdauungstraktes kann er auch bei der Stabilisierung des Blutzuckers helfen.[↗]

Vermeide bei einem gereizten Magen kohlensäurehaltige Getränke und saure Säfte.

Koffein

Kaffee und andere koffeinhaltige Getränke wirken stimulierend, was das Gefühl der Müdigkeit und Schlappheit bei einem Kater lindert.

Kaffee, sowie Grüner und Schwarzer Tee enthalten außerdem Antioxidantien, die den Effekten des Alkoholkonsums entgegenwirken können.

Aber Achtung: Getränke die Koffein enthalten, wirken ähnlich wie der Alkohol harntreibend. Durch den Wasserverlust kann es zu einer Verschlimmerung der Beschwerden kommen. Sie sollten daher nur in Maßen getrunken und mit ein bis zwei Gläsern Wasser kombiniert werden.

Pfefferminzöl

Ein paar Tropfen des ätherischen Öles auf Stirn und Schläfen massieren. Das entspannt den Körper, fühlt sich kühl an und erhöht die Durchblutung. Schließe dabei die Augen und genieße die Behandlung. Der Frischekick lässt dich schnell wieder auf die Beine kommen. Achte vor der Anwendung auf eine allfällig bestehende Allergie.

Frühstücken

Beim Abbau von Alkohol entsteht vermehrt Milchsäure. Diese führt wiederum zu einer Senkung des Blutzuckers.

Niedriger Blutzucker kann zu den Symptomen eines Katers beitragen. Nachdem Aufstehen ein paar Bissen zu Essen wird die Beschwerden in vielen Fällen bessern.

Der Körper benötigt nährstoffreiches Essen aus einer Mischung von Proteinen, langkettigen Kohlenhydraten und Vitaminen um sich optimal reparieren zu können.

Verzichte auf süße und deftige Nahrungsmittel. Sie sorgen oft für eine Zunahme der Übelkeit.

Ein gesundes Frühstück ist wichtig um optimal in den Tag starten zu können!

Antioxidantien

Da beim Trinken von Alkohol der Körper extremen oxidativen Stress ausgesetzt ist, werden viele freie Radikale produziert. Hier bekommen Antioxidantien ihre Chance zu glänzen.

Forschungen haben ergeben, dass nicht nur der Kater sondern viele andere Gesundheitsbeschwerden, wie zum Beispiel Herzerkrankungen, mit oxidativem Stress zusammenhängen.

Das Einnahme von Nahrungsmittel mit einem hohen Anteil an Antioxidantien kann dem entgegenwirken:

  • Beeren
  • Kirschen
  • Weintrauben
  • Granatäpfel
  • Karotten
  • Spinat
  • Ingwer
  • Dunkle Schokolade
  • Nüsse & Samen

Medikamente

Entzündungshemmende Medikamente wie Acetylsalicylsäure (Aspirin) und Ibuprofen stellen eine Möglichkeit der Schmerzbekämpfung dar.

Durch das Hemmen von Entzündungen, welche vom Alkohol verursacht wurden, können Kopf– und Muskelschmerzen beseitigt werden.

Die Medikamente sollen aber mit Bedacht eingesetzt werden. Den sie können der ohnehin gereizten Magenschleimhaut weiter zusetzen. Der chronische Gebrauch von Asprin und Ibuprofen kann zu Magenulzera und weiteren Komplikationen führen.

Auch Antazida können bei einem Kater helfen. Sie neutralisieren die Säuren im Magen. Das verbessert vor allem Symptome wie Übelkeit,  Sodbrennen und Verdauungsbeschwerden.

Vermieden werden sollten Paracetamol und andere Medikamente, die in der Leber abgebaut werden. Denn auch der Alkohol wird von dieser verstoffwechselt. Da die Leber bereits ausgelastet ist, kann es zu einer Ansammlung von toxischen Stoffen kommen. Im schweren Fällen kann es zur Leberschädigung kommen.

Frische Luft

Das Lüften der Wohnung wirkt sich positiv auf das Wohlbefinden aus. Noch besser ist es, einen Spaziergang an der frischen Luft zu unternehmen. Die leichte Bewegung führt zur Aktivierung des Kreislaufes und lässt den Körper somit schneller genesen. Vermeide dabei zu starke Hitze und Sonneneinstrahlung, da diese dir noch mehr zusetzen können.

Draußen an der frischen Luft zu sein tut dem Körper gut! Es entspannt den Geist und versorgt die Lungen mit Sauerstoff.

Kater vermeiden

Damit du dich nächstes mal beim Aufwachen besser fühlst, solltest du einige Ratschläge befolgen:

Weniger Alkohol trinken: Dies ist zwar die offensichtlichste Lösung, aber für viele schwer nachzukommen.

Fuselalkohole vermeiden: Sie entstehen als Nebenprodukt bei der alkoholischen Gärung. Getränke mit einem hohen Anteil an Begleitalkoholen wie zum Beispiel Whiskey, Cognac und Tequilla verursachen einen stärkeren Kater. Vodka, Rum und Gin enthalten hingegen wenige Fuselalkohole.

Ausreichend Schlaf: Im alkoholisiertem Zustand leidet die Schlafqualität. Dadurch muss man länger schlafen, um sich danach nicht müde zu fühlen.

Hydriert bleiben: Schon während man den Alkohol zu sich nimmt, sollte ausreichend Wasser zugeführt werden. Auch vor dem zu Bett gehen solltest du noch einmal ein Glas Leitungswasser trinken. Das wird dem „Austrocknen“ des Körpers entgegenwirken.

Die Unterlage: Wenn vor dem Trinken gegessen wurde, braucht der Alkohol länger bis er ins Blut gelangt. Dies verhindert Spitzenwerte und sorgt somit für einen angenehmeren Rauschpegel. Achte dabei, nicht zu viel zu trinken, nur weil du den Alkohol noch nicht merkst.

Die Lösung #1 ist natürlich keinen Alkohol zu trinken. Denn: wo kein Alkohol, da kein Kater.


Welche Faktoren beeinflussen einen Kater?

Obwohl jeden Tag Millionen Menschen weltweit an einem Kater leiden, gibt es überraschend wenig Forschung für eine effektive Behandlung.[↗]

Viele Faktoren können die Stärke und die Dauer eines Katers beeinflussen:

  • Art des eingenommen Alkohols
  • wie oft die Person Alkohol konsumiert
  • Geschlecht und Alter
  • Körperbau
  • Biologische Faktoren

Manche Menschen haben aufgrund ihrer erblichen Veranlagung einen Hang zum Kater.[↗]

Der Mangel an Forschungen zu diesem Thema lässt viele Mythen entstehen. Die Folge ist eine Vielzahl an „Anti-Kater-Mitteln“ die leider nicht belegt werden können.

💡 Wieso entsteht ein Kater?

Der Kater wird nicht durch den Alkohol sondern hauptsächlich durch dessen Abbauprodukten verursacht. Der Körper will signalisieren, dass er vergiftet worden ist. Am nächsten morgen hat man mit Übelkeit & Co. zu rechnen. Weitere Gründe, wieso ein Kater auftritt, können sein:

  • Dehydration (Wassermangel)
  • Mineralstoffmangel (Elektrolyte)
  • niedriger Blutzucker
  • Schlafstörungen
  • Magen- und Darmentzündungen
  • Alkoholentzug

Wie äußert sich ein Kater?

Die Liste an möglichen Symptomen nach dem Trinken ist lange:

  • Kopfschmerzen
  • Muskelschmerzen
  • Bauchschmerzen
  • Übelkeit & Erbrechen
  • Durchfall
  • Dehydration & starker Durst
  • verminderte Konzentration & Merkfähigkeit
  • verschlechtertes Gleichgewichtsvermögen
  • Schwindel
  • Müdigkeit
  • Herzrasen
  • vermehrtes Schwitzen

Autor: Manuel IstratoaieVeröffentlicht 27.04.2019 – Letzte Aktualisierung 27.04.2019