Die Schärfe von Chilis wirkt sich auf den ganzen Körper aus.

Hausmittel gegen Schnupfen


5 NATÜRLICHE BEHANDLUNGEN FÜR ZUHAUSE

Ein verstopfte oder laufende Nase und ständiges Niesen sind typische Symptome bei Erkältung und Grippe.

Gut, dass es einige Hausmittel gibt, die Abhilfe schaffen können:

Im Anschluss bekommst du noch einige weitere Tipps bei Schnupfen. Hast du mit einer Erkältung oder Grippe zu kämpfen? Dann könnte dich dieser Beitrag interessieren: Hausmittel gegen Erkältung

HEISSE GETRÄNKE

Um den Körper sowohl mit Flüssigkeit, als auch mit Wärme zu versorgen sind heiße Getränke wie geschaffen gegen Schnupfen. Bei einer verstopften Nase benötigt der Körper mehr Wasser, um den Schleim zu verflüssigen. Hingegen soll bei einer tropfenden Nase der Wasserverlust ausgeglichen werden. Achte darauf, auch genügend Elektrolyte (Natrium, Kalium,…) zu dir zu nehmen.

WAS IST SCHNUPFEN?

Der gewöhnliche Schnupfen (Rhinitis acuta) ist meist ein harmloser viraler Infekt. Dabei kommt es zu einer Entzündung der Nasenschleimhaut. Sie schwillt an und produziert vermehrt Schleim. Eine laufende und/oder verstopfte Nase ist die Folge. Weitere Symptome sind Niesreiz und Niesen, Jucken und manchmal auch Schmerzen.

Der Körper bekämpft Viren und vor allem Bakterien oft mit Fieber. Keime mögen es nicht, wenn die Körpertemperatur auch nur ein wenig ansteigt. Dadurch kann das Immunsystem leichter die Eindringlinge bekämpfen. Sich mit heißen Getränken und Decken zu wärmen, kann das Fieber etwas simulieren und den Körper bei der Abwehr helfen. Das konnten auch Studien belegen.[]

Achtung: Übertreibe es nicht, denn genauso wie bei Kälte wird auch der Körper bei Hitze versuchen die Temperatur auf den Standardwert (36,7° Celsius) zu regulieren. Dabei verbraucht er Ressourcen, die im Moment ohnehin knapp sind.

Teesorten die sich bei Schnupfen besonders bewährt haben sind:

  • Salbei
  • Kamille
  • Thymian
Kräutertee, ein Hausmittel gegen Husten

INHALIEREN

Das Einatmen von Wasserdampf stellt eine einfache aber effektive Maßnahme bei Schnupfen dar. Dadurch werden die Schleimhäute befeuchtet und die Beschwerden bessern sich schneller.[]

Zum Inhalieren kann man neben normalen Salzwasser auch ätherischen Öle verwenden:

  • Thymian
  • Efeu
  • Fichtennadel
  • Kamille

Natürlich eignen sich auch eine handvoll getrockneter Kräuter als Zugabe, wenn du welche hast.

Erwachsene erkranken ein- bis dreimal im Jahr an Schnupfen, Kinder deutlich öfters.

Anwendung: 2 Liter Wasser in einem Topf zum Kochen bringen und dann in eine breite Schüssel leeren. Nun 2 Esslöffel Salz oder bis zu 10 Tropfen eines ätherischen Öls (je nach gewünschter Intensität) hineinmischen. Ein Handtuch über den Kopf legen, damit der Dampf nicht zu allen Seiten entweicht. Das Gesicht nun mit mindestens 20 Zentimetern über die dampfende Schüssel halten und entspannt durch Mund und Nase weiteratmen.

Achtung: Verbrennungsgefahr! Für Kinder gibt es spezielle Inhalationshilfsmittel, die sicherer in der Anwendung sind. Weiters sollten Schwangere, Kinder und Menschen mit empfindlichen Atemwegen keine ätherischen Öle einatmen.

HEISSES BAD

Um Wärme mit Dampfinhalation zu kombinieren eignen sich heiße Bäder. Während du im Wasser entspannst, wird der Körper aufgewärmt und die Schleimhäute der Atemwege befeuchtet.

Auch im Bad können ätherischen Öle (siehe Inhalation) angewandt werden. Achte auch hier darauf, es weder mit der Wassertemperatur, noch mit der Dauer zu übertreiben. Werden diese zu hoch angesetzt, kann das den Körper weiter belasten.

Auch etwas längere, heiße Duschen kann einen ähnlichen Effekt wie ein Vollbad erzielen.

NASENDUSCHE

Durch das Spülen der Nase werden Krusten gelöst sowie KeimeStaub und Schmutz ausgeschwemmt. Außerdem wird die Nasenschleimhaut befeuchtet. Früher hat man das Salzwasser aus der Hand hochgezogen. Heute gibt es verschiedene Hilfsmittel, wie etwa das Neti-Kännchen, die deutlich hygienischer sind.

Anwendung: Die Neti-Version sieht aus wie eine kleine Teekanne. Der Kopf wird über dem Waschbecken zur Seite gehalten. Das Nasenansatzstück der Kanne wird nun in das obere Nasenloch geführt und der Behälter gekippt oder gedrückt. Wenn die Anwendung richtig erfolgt, strömt  das Wasser durch das andere Nasenloch hinaus. Anschließend wird die Kanne wieder aufgefüllt und das andere Nasenloch behandelt.

Wichtig ist, dass die Salzwasserlösung isoton ist. Das heißt, der Salzgehalt sollte ungefähr dem des Blutes gleichen. Ansonsten kann es zu Reizungen oder Austrocknen der Schleimhäute kommen. Auch wenn das Spülen mithilfe von normalem Kochsalz grundsätzlich möglich ist, so wird trotzdem empfohlen, auf Salz in pharmazeutischer Qualität zurückzugreifen.

Eine Isotone Kochsalzlösung enthält 9 Gramm Salz pro Liter Wasser. Für 250 ml Wasser sind folglich 2,25 g Salz nötig. Das entspricht etwa einen halben gestrichenen Teelöffel.

Eine Studie aus 2009 zeigte, dass die Anwendung von Nasenduschen effektiver in der Behandlung von Schnupfen sein kann, als pharmazeutische Nasensprays.[]  

Abgesehen von dem gewöhnlichen Schnupfen, der bei einer Erkältung oder Grippe auftritt, gibt es noch andere Ursachen:

  • Allergien
  • Medikamente (z.B. bei Langzweitanwendung von Nasensprays!)
  • Drogenmissbrauch (Alkohol, Kokain,…)
  • andere Erkrankungen

CHILI

Wer kennt es nicht? Wenn wir scharfes Essen zu uns nehmen und der Mund brennt, kann es auch vorkommen, dass die Augen tränen und die Nase tropft. Dieser Effekt kommt bei einer verstopften Nase genau richtig. Zuerst werden die Beschwerden vielleicht schlimmer, aber nach wenigen Minuten befreit sich die Nase von selbst.

Um direkt dort zu wirken, wo es gebraucht wird, gibt es Chili-Nasensprays. Da es schwierig ist selbst einen Nasenspray mit der richtigen Schärfe herzustellen, ist die gekaufte Variante auf jeden Fall die bessere Alternative.

Das enthaltene Capsaicin ist für die Schärfe von Chilischoten verantwortlich. Beim Verzehr wird die Durchblutung erhöht und Endorphine ausgestoßen.

WEITERE TIPPS

Um eine rote und wunde Nase zu vermeiden, solltest du beim Naseputzen nur weiche (Öl-)Tücher verwenden. Achte dabei nicht am Nasenwinkel zu reiben, sondern führe tupfende Bewegungen durch.

Vergiss auch nicht auf die Pflege der Lippen, die austrocknen können, wenn man nur durch den Mund atmet.

Hier ein Trick um die Nase sofort ohne Hilfsmittel freizubekommen:

Schließe den Mund und versuche ganz normal durch die Nase weiterzuatmen. Da die Nase verstopft ist, wird das zuerst nicht funktionieren. Kämpfe gegen den Atemreflex an und versuche weiterhin durch die Nase zu atmen. Da der Körper unbedingt Luft braucht erweitert er die Atemwege, indem er die Schleimhäute abschwellt und lässt somit die Luft passieren. Voilà! Die Nase ist – auch wenn meist nur kurzzeitig – frei.


Der Schnupfen kommt selten alleine. Folgende Artikel können dir helfen auf natürliche Art und Weise gesund zu werden:

Der gewöhnliche Schnupfen heilt für gewöhnlich nach 1-2 Wochen von selbst ab. Sollten die Beschwerden nicht abklingen, so kann es hilfreich sein einen Arzt aufzusuchen.

Autor: Manuel Istratoaie – Veröffentlicht 14.04.2019 – Letzte Aktualisierung 09.02.2020